Erzähl mir was von Träumen.

Dieses Gefühl im Bauch, der Kopf spielt verrückt, in den Beinen kitzelt es.
Betreten den Club. Stickige Luft. Menschenmassen. Leere Gläser. Bestellen immer gleich drei oder vier Getränke pro Person. Trinken die ersten Gläser auf ex aus. Stolpern durch die Masse. Die Hände in der Luft. Haare wirbeln. Schuhe drücken. Austoben ist angesagt. Neue Nummern. Eine Zigarette rauchen um es nicht unhöflich wirken zu lassen, dass man sich was ausgeben lässt. Danach in der Menschenmasse abtauchen. Partybombing ist angesagt. Lachen. Laut mitsingen, weil es sowieso niemand hört. Tanzen. Taumeln. Sich auf den Beinen halten.
Wie war das? “Zu Hause ist, wenn die Barkeeperin dein Lieblingsgetränk kennt?”
Aus dem Club stolpern. Ins Auto fallen. Das Schlüsselloch finden. Die Treppen hochschlürfen. Die Klamotten schon im Flur ausziehen. Ins Bett fallen lassen. Obwohl es schon hell ist. In Träume fallen lassen.
Bin gerne für mich alleine, schlafe gerne alleine, immer eine Decke für mich ganz alleine. Aber aufwachen und alleine den Kaffee am nächsten Tag zu trinken ist auch eher etwas einsam. Immer noch benebelt von der letzten Nacht. Weniger feiern, wäre auch (k)eine Lösung. 
Samstags einfach im Bett verbringen. Filme ausleihen und so lange in die Nacht ansehen, bis man nebenbei einschläft. Nebenbei sich die Lieblingspizza bestellen, extra etwas Trinkgeld geben. Nachts dann doch mal raus, in Sommernächte die Sterne beobachten. Gedanken verlieren. Heim kommen, feststellen das niemand zu Hause ist. Alles wie immer. Ins Bett legen und dann doch in Träumen weiterleben. 

Warte immer noch auf den Moment, an dem ich einfach vergesse auf etwas zu warten.  

Ätzend.

Nichts dabei gedacht. Den Moment genossen. Nicht darauf geachtet, jemand verletzen zu können. Nächte durchlebt. Auf jemanden gewartet, auf den es sich niemals lohnen würde zu warten. Von Anfang an gewusst, was kommen würde. Doch niemals daran glauben wollen. 

Bin der jemand, den du verletzen wolltest. Es gibt nichts mehr, ich kann nicht mal eine einzigste Träne wegen dir verlieren. Mir tut mein Herz nicht weh, weil ich keines mehr besitze. Gedanken habe ich genug verschwendet, an dich keine einzigen. Wenn ich über alles so nach denke, war alles wirklich schlecht von dir durch dacht. 

Denke doch mal nicht daran, dass ich so harmlos bin, wie ich immer tue. Du verletzt andere Menschen um dich besser zu fühlen. Machst dich über schwache Menschen lustig und nennst sie selber “Untermenschen”. Dich selber stellst du als tollsten Menschen hin. Kannst du überhaupt nochmal in den Spiegel schauen?

Ist es nicht schrecklich für dich jeden Abend alleine in deinem Haus zu sitzen und ein Bier nach dem anderen zu trinken, weil die einfach niemanden hast, der dich mag. Mit dem du selber mal klar kommen könntest. Stehst jedes Wochenende alleine in dem Club und beobachtest andere. Sitzt meistens alleine in deiner Ecke. Findest es witzig, meine Liebsten zu zerstören, du wirst daran scheitern. Mach dich darauf gefasst, dass Fallen weh tun wird. Dass dich das alleine sein irgendwann selbst zerstören wird.

Als ich dich das erstmal sah, fand ich dich gut, mehr nicht. Hatte keine Gedanken an dich. Wollte nichts. Wollte nicht mal etwas Liebe. Ich wollte oder brauchte einfach nur mal jemanden der da ist, wenn ich nach Hause komme. Der mit mir zusammen trinkt, wenn ich mich einsam fühle. Mehr brauche ich einfach nicht.
 

ZEITMASCHINEN AUS MÜLL - Frittenbude

SIE LAUFEN NACKT DURCH DEN PRASSELNDEN REGEN UND SPRINGEN NACHTS VON DER BRÜCKE INS WASSER SIE MALEN DIE METRO IN MADRID UND TANZEN BARFUSS IN FEROPOLIS DREI TAGE IM JAHR AUF DEM BLUBBERNDEN PFLASTER SIE SCHMUGGELN EIN BISSCHEN SPASS IN DEN BUNDESTAG, KNÄULEN DANN ZU DRITT IN DER KUPPEL UND FEIERN ANSCHLIESSEND ABSCHIED VOM PARADIES IN DER BAR, MIT ALL DEN ANDEREN DRUFFIS. SIE SITZEN BLINZELND IN DER SONNE UNTEN AM FLUSS, DA WO DIE ANDERN NIE HINGEHEN UND WERFEN NONSTOP DIE SCHEISSE WEITER IN DER SIE TIEFER ALS BIS ZU DEN KNIEN STEHEN SIE LIEGEN SICH IN DEN ARMEN UNTERM KOLOSS VON RHODOS UND SCHMEISSEN STEINE AUF WANNEN, GEHEN GEMEINSAM DURCH MORDOR UND FRAGEN SICH EBEN DESWEGEN, WAR DAS NICHT DER BESTE TAG MEINES LEBEN.
DER BESTE TAG DEINES LEBENS.
SIE HALTEN SICH SO FEST, HAND IN HAND DURCH EINE GANZES LAND HINDURCHGERANNT SIE SEHEN EIN WUNDER UND DANN TANZEN SIE VERMUMMT HINEIN IN DEN MOND, PFLANZEN EIN PAAR PFLANZEN IM NIRGENDWO, ZIEHN DORT EIN WO KEINER MEHR WOHNT SIE GEBEN KEINEN FICK UND MACHEN SICH UM MORGEN SORGEN, JEDER SEIN EIGENER FLICK, SEIN EIGENER REISSER, ES IST VORBEI BEI, UNVERBLÜMT, UNVERTONT. DIE MELODIEN DER IRONIE IM UNTERTON SIE BAUEN BAUMHÄUSER IN DER STADT UND ZEITMASCHINEN AUS MÜLL, DEN REST MACHEN SIE DANN IRGENDWANN. HÖREN NUR AUF EIN GEFÜHL. AUF EINEM SKATEBOARD DURCHS LEBEN, TROTZDEM ETWAS ERREICHT. GEGEN JEDE PROPHEZEIUNG NICHT NUR ETWAS GEFEIT. SCHON LANG NICHT MEHR SO GLÜCKLICH, DOCH NOCH DAS ABI GEMACHT, SIE SITZEN AUF IHREM TEPPICH UND FLIEGEN HINAB IN DIE NACHT.
DER BESTE TAG DEINES LEBENS.